#DSGVOShutdown

Achtung: Satire - unbedingt lesen!

Wir haben die Inhalte dieser Internetseite bis auf Weiteres entfernt

Liebe Leser und Fantasy-Fans,

wie so viele andere Betreiber von Internetseiten haben wir uns in den vergangenen Wochen intensiv Gedanken zum Thema Datenschutz und den dazugehörigen Gesetzen und Verordnungen gemacht.

Leider sind auch wir zu dem Schluss gekommen, dass die Rechtslage momentan zu unsicher ist und es ein Risiko für uns darstellt, diese Internetseite aktiv weiter zu betreiben ... zumindest vorerst.

Aus diesem Grund findest du hier nicht mehr Informationen zum Buch, Kapiteln zum Probelesen, weiterführende Materialien wie Landkarten, wie das Wörterbuch für die Sprache Creasol und den Familienstammbaum der wichtigsten Romanhelden, sondern nur noch diesen Text. Auch unsere Community haben wir abgeschaltet.

Macht doch nichts, haben wir gedacht, schließlich ist es ja vollkommen analog und datenschutzfrei möglich, ein Buch wie "Das Zepter von Vissalya - Der Aufbruch" zu lesen!

Beim gemütlichen Liegen im Garten oder in der Badewanne kann man Seite für Seite von Hand umblättern und muss weder E-Mail-Adresse noch Login-Daten von sich preisgeben.

Doch dann kamen uns Zweifel: Wie kommt denn ein Leser zu unserem Buch?

Bestellen über Online-Shops ist natürlich möglich, doch aus Datenschutzsicht eine Katastrophe! Man muss dort nicht nur beim Besuch des Shops unfreiwillig seine IP-Adresse übermitteln, sondern auch noch ein Warenkorb-Cookie akzeptieren, das ist ein unglaublicher Eingriff in die Privatsphäre! Aber es kommt noch schlimmer, denn wenn man die Bestellung abschickt, wird zusätzlich noch eine Rechnungsadresse  mit dem vollständigen Namen benötigt. Außerdem muss man das Buch auch noch bezahlen - und das geht nicht mit Bargeld, sondern durch Überweisung (bitte nicht per Online-Banking), Abbuchung von einem Konto oder so teuflischen Dingen wie PayPal.

Letztendlich wird sogar auf dem Paket, mit dem das Buch verschickt wird, die Lieferadresse stehen - und das ganz unverschlüsselt! Bis das Paket also bei dir ankommt, haben unendlich viele Leute deine Adresse gelesen: Der Mitarbeiter, der deine Bestellung bearbeitet, der, der das Paket gepackt und den Adressaufkleber druckt und aufklebt, dann der Paketdienst, der es beim Shop abholt, die Lagerarbeiter, die es in den Paketzentren in das richtige Lieferfahrzeug packen, die Fahrer und im schlimmsten Fall sogar dein Nachbar, der das Paket für dich in Empfang nimmt.

Zum Glück hatten wir noch eine Idee: Du kannst das Buch in einem lokalen Buchhandel kaufen.

Das sind diese Räumlichkeiten in deiner Stadt, in denen eine Unmenge neuer Bücher in Regalen stehen und wo man von nettem Personal an der Kasse bedient wird, wenn man ein Buch gefunden hat, das man mit nach Hause nehmen möchte. Hier kannst du sogar mit Bargeld bezahlen, ganz anonym und ohne Weitergabe von Daten.

Allerdings nur, wenn du nicht in einer zu kleinen Stadt wohnst, wo dich vielleicht jemand beim Kauf eines Buches erkennen könnte. Womöglich kennt sogar die nette Buchhändlerin selbst deinen Namen und weiß vielleicht sogar noch, dass du gern liest? Das ist dann schon sehr grenzwertig, wenn du uns fragst.

Da unser Buch "Das Zepter von Vissalya" die Bestsellerlisten (noch) nicht erklommen hat, besteht allerdings die Möglichkeit, dass die Buchhandlung deines Vertrauens es nicht vorrätig hat. Das ist ein großes Problem, denn nun musst du das Buch dort bestellen und später abholen. Abgesehen von dem Unmuß, noch einmal in die Buchhandlung zu gehen, wird nun dein Name, deine Anschrift und eine Telefonnummer notiert. Natürlich musst du dafür um Erlaubnis gebeten werden, denn schließlich darf dich nicht einfach so jemand anrufen, nur weil dein bestelltes Buch jetzt da ist. Nun ist guter Rat teuer.

Sollte unser Plan doch noch scheitern, dir zu einem ganz datenfreien, analogen Lesevergnügen zu verhelfen?

Wir haben uns die Köpfe zerbrochen, Kaffee um Kaffee getrunken, um lange genug wach zu bleiben, damit wir eine Lösung für diese verzweifelte Lage finden konnten.

Nach einer halben durchwachten Nacht und zahllosen verworfenen Konzepten hätten wir beinah aufgegeben. Es schien keinen Weg zu geben, ohne Datenverlust an ein neues Buch zu gelangen.

Als wir vor Erschöpfung und Verzweiflung bereits aufgeben wollten, kam dann doch noch die zündende Idee - in letzer Sekunde sozusagen:

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum anonymen Buchkauf

  • Setze eine Sonnenbrille auf und klebe dir bei Bedarf einen falschen Schnurrbart an.
  • Begib dich auf Umwegen durch nicht frequentierte Straßen zum Bahnhof.
  • Kaufe dir ein Ticket für einen Bus oder Zug, um in die nächste Stadt zu fahren, an einem Schalter. Achte darauf bar zu zahlen.
  • Fahre mit dem öffentlichen Verkehrsmittel in die andere Stadt, in der dich niemand kennt, behalte die Sonnenbrille auch im Abteil auf!
  • Suche dort einen lokalen Buchhändler auf: nicht zu groß (Big-Data-Gefahr) und nicht zu klein (zu persönlich). Am besten ist ein Geschäft geeignet, in dem das Verkaufspersonal nur einen Job nach Vorschrift macht und in Gedanken schon beim Grillabend am Samstag mit den Nachbarn ist.
  • Bestell das Buch "Das Zepter von Vissalya - Der Aufbruch" als Taschenbuch (ISBN 978-3947080007).
  • ACHTUNG: Jetzt kommt der gefährlichste Teil. Benutze auf jeden Fall einen unauffälligen Decknamen, so wie "Anja Bücherwurm" oder "Oskar Vielleser". Natürlich musst du auch eine falsche Adresse und eine Fake-Telefonnummer angeben.
  • Verlasse den Buchladen und kehre zum Bahnhof zurück, nimm nicht den gleichen Weg wie zuvor!
  • Lege deine Tarnung erst mit Erreichen deiner Heimatstadt ab, aber rechtzeitig, bevor ein Freund dich fragt, warum du einen angeklebten Schnurrbart trägst.
  • Wiederhole den Vorgang fünf Tage später, um dein Buch in der Buchhandlung abzuholen. Da du nicht telefonisch benachrichtigt werden konntest, musst du ein ausreichendes Zeitfenster einplanen, damit dein Buch auch wirklich schon eingetroffen ist.
  • Bezahle mit Bargeld.
  • Kehre unauffällig nach Hause zurück.
  • Und nun viel Vergnügen beim Lesen!

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